Nikolai Bockholt EN

Laser Forge

Gebaut

Eine Werkbank für generative Vektor-Motive. Ein Basis-Generator erzeugt Polylinien in Millimetern, die optional durch eine beliebig lange Pipeline aus Verzerrungs-Schichten laufen. Am Ende steht ein SVG, und das geht direkt in einen Stift-Plotter oder einen Laser.

Nahaufnahme eines fertigen Drucks: feine weiße Linien auf schwarzem Papier, rechtwinklig geführt wie ein Schaltplan, jede Linie ein einzelner Stiftzug.
Was hinten rauskommt. Weißer Gelstift auf schwarzem Papier.

Zwei Eigenschaften, die den Unterschied machen

Seed-deterministisch: gleicher Seed, gleiches Ergebnis. Bei generativer Arbeit ist das keine Kleinigkeit – ohne Determinismus kann man ein Motiv, das gut war, nicht wiederfinden.

Über den URL-Hash teilbar: der komplette Zustand steckt in der Adresse. Ein Motiv weiterzugeben heißt, einen Link zu schicken, nicht eine Datei.

Was drin ist

Rund fünfzehn Basis-Generatoren, von Flow Field über Harmonograph, Spirograph, Superformula, Truchet, Strange Attractors und Voronoi bis zu L-Systemen und Differential Growth. Dazu TSP-Art, das ein Bild über gewichtetes Stippling in eine durchgehende Linie verwandelt, und raumfüllende Kurven – Hilbert, Moore, Gosper, Sierpiński – die in einem Zug gezeichnet werden.

Sieben Verzerrungen liegen dahinter, von Noise-Warp bis Chaikin-Glättung. Die verbindliche Liste steht in der Registry im Code, nicht in der Dokumentation – sonst laufen die beiden auseinander.

Der Plotter zeichnet orange schraffierte Voronoi-Zellen auf weißes Papier; ein zweiter, blauer Stift setzt gerade die Schraffur einer einzelnen Zelle.
Voronoi mit zwei Stiften – die zweite Lage läuft als eigener Durchgang.

Der Weg endet nicht im Browser: eine Bridge auf einem Raspberry Pi hängt direkt an der Maschine und nimmt den G-Code entgegen.

Der Plotter von oben: ein rechteckiger Aluprofil-Rahmen mit Riemen, zwei Schrittmotoren und dem Stiftschlitten über einem eingelegten Blatt Papier.
Das Ende der Kette. Riemen, zwei Motoren, ein Stift.
Ein fertiger Druck liegt im Gras: dicht gestapelte weiße Linien auf schwarzem Papier, die sich in der Mitte zu einer Erhebung aufwölben.
Fertig. Papier, Stift, Zeit.

Stand

Läuft lokal: die Oberfläche im Browser, die Bridge auf einem Raspberry Pi direkt an der Maschine. Nicht öffentlich erreichbar – es ist ein Werkzeug für die Werkstatt, kein Produkt. Die Motive, die daraus entstehen, sind der Ausgangspunkt für SPECIMEN PRESS.

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